Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV): „Richtige Eckpunkte für das Klimaschutzprogramm 2030“

Spedition | Transport | CO2

Nach eigener Aussage begrüßt der Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) die Verständigung der Bundesregierung auf Eckpunkte für das Klimaschutzprogramm 2030. Dies soll der Einstieg in die Bepreisung von CO2-Emissionen sein. Der DSLV-Präsident Axel Plaß stellt dazu fest: „Der grundsätzlich richtige Weg der Bundesregierung, der zur Ausweitung des Emissionshandelssystems (EHS) auf den Verkehrssektor führen soll, verläuft allerdings nicht gerade“.

„CO2-Zertifikate sind der richtige Weg“

Nach Meinung des DSLV seien die CO2-Zertifikate ein marktwirtschaftlicher und somit auch richtiger Weg, um CO2-Emissionen zu reduzieren, doch könnten international ausgerichtete Klimaschutzziele auch nur länderübergreifend erreicht werden.

Der DSLV meint weiter, dass zweifelsohne Handlungsdruck bestehe, doch könne ein nationales Emissionshandelssystem kein globale Klimaproblem lösen, sondern belaste einseitig deutsche Speditionen. Plaß: „Anstatt übereilt rein national zu agieren, hätte auf EU-Ebene längst eine Abstimmung für die Ausweitung des europäischen EHS auf den Verkehrssektor vorgenommen werden müssen. Dies muss bald nachgeholt werden.“

Speditionen verlagern den Güterverkehr auf die Schiene

Ein CO2-Aufschlag auf die LKW-Maut beseitigt natürlich keinen Standortnachteil – ein Aufschlag, dessen Übereinstimmung mit EU-Recht noch gar nicht feststeht. Eine sicherlich sinnvolle Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene und das Binnenschiff wird allein hierdurch sicher nicht erzielt.

Visionen für den Schienengüterverkehr und die Binnenschifffahrt

Die jetzt vorliegenden Eckpunkte der Bundesregierung verstärken den Handlungsdruck zur Güterverlagerung auf den Schienengüterverkehr und die Binnenschifffahrt. Der Erfolg der Förderung für die Anschaffung CO2-armer LKW wird nicht nur von den finanziellen Zuwendungen abhängen, sondern auch vom Angebot der Nutzfahrzeughersteller und der Energieanbieter in Deutschland. Plaß: „Die Bundesregierung hat wichtige Signale gesetzt. Hier darf es nicht nur bei Ankündigungen bleiben.“

Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV)

Der DSLV vertritt als Spitzenorganisation die Speditions- und Logistikbranche sowie die Transportwirtschaft über alle Verkehrsträger hinweg (Straße, Schiene, See- und Binnenschifffahrt sowie Luftfracht), einschließlich der Organisation, Bereitstellung, Steuerung, Optimierung und Sicherung von Prozessen der Güterströme entlang der Lieferkette. Der DSLV repräsentiert über seine 16 Landesverbände etwa 3.000 Unternehmen mit über 600.000 Beschäftigten.

Spedition SPEWIE warnt vor Klima-Hysterie

Simon Wiesholler, Geschäftsführer der SPEWIE Spedition Wiesholler GmbH aus Holzkirchen bei München, warnt davor, sich der Klima-Hysterie unreflektiert anzuschließen. Der angeblich menschengemachte Klimawandel ist alles andere als wissenschaftlich belegt. Für eine Spedition gilt es, wie für andere Unternehmen in wettbewerbsintensiven Märkten auch, nachhaltig zu wirtschaften. Die Unternehmensstrategie darf sich deshalb nicht an Hypes orientieren sondern muss vor allem auf Investitionssicherheit setzen. Sie Spedition SPEWIE setzt weiterhin auf die moderne Dieseltechnologie, der Stand heute auch unter Umweltschutzgesichtspunkten noch keine andere Technologie das Wasser reichen kann.

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